Veröffentlicht am:

05.09.2026

Zukunft made in Eferding

Was eine Region stark macht, zeigt sich nicht nur an ihren Betrieben, sondern auch daran, wie viele Menschen hier arbeiten, lernen, gründen und Verantwortung übernehmen.

Veröffentlicht am:

05.09.2026

Zukunft made in Eferding

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Gerade rund um den Schulstart wird Zukunft besonders greifbar. Kinder und Jugendliche starten in ein neues Schuljahr, Lehrlinge beginnen ihre Ausbildung, junge Menschen wachsen in neue Aufgaben hinein. Gleichzeitig planen Betriebe weiter, investieren, bilden aus, gründen, übergeben und entwickeln sich neu.

Genau deshalb steht diese Ausgabe des Stadtgeflüsters unter dem Titel „Zukunft made in Eferding“. Es geht nicht nur um einzelne Betriebe oder schöne Erfolgsgeschichten. Es geht um einen Wirtschaftsraum, der stärker ist, als man auf den ersten Blick vielleicht vermutet.

Viele nehmen Eferding zuerst über Innenstadt, Handel, Veranstaltungen und Lebensqualität wahr. Das ist wichtig und prägt das Bild der Stadt. Dahinter steckt aber deutlich mehr wirtschaftliche Substanz: Gewerbe, Handwerk, Produktion, Dienstleistungen, Bau, Lebensmittelwirtschaft, Landwirtschaft, Fachhandel und viele kleine und mittlere Unternehmen bilden gemeinsam das Rückgrat des Bezirks.

Die aktuellen Zahlen der WKO Eferding zeigen, wie breit dieser Standort aufgestellt ist. Der Bezirk zählt 12 Gemeinden und 33.991 Einwohnerinnen und Einwohner. 2.609 WKO-Mitgliedsbetriebe, 599 gewerbliche Arbeitgeberbetriebe und 7.357 unselbständig Beschäftigte in der gewerblichen Wirtschaft stehen für eine Region, in der nicht nur eingekauft, sondern auch beraten, produziert, repariert, geliefert, geplant und entschieden wird.

Auch der Arbeitsmarkt zeigt Stabilität. Mit einer Arbeitslosenrate von 3,0 Prozent zum 1. August 2026 liegt Eferding laut WKO auf Platz 2 in Oberösterreich. In der WKO spricht man hier bereits von Vollbeschäftigung. Für die Menschen in der Region heißt das: Betriebe suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Arbeitsplätze sind vorhanden, und viele Chancen liegen näher, als man oft glaubt.

Für Tobias Luger, Obmann der WKO Eferding, liegt die Stärke der Region in der Kombination aus engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern, einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur und hoher Lebensqualität. Eferding sei ein attraktiver Standort zum Leben und Arbeiten – mit kurzen Wegen, guter Anbindung und vielen innovativen Betrieben.

Tobias Luger, Obmann; Hans Moser, Leiter WKO Eferding

Besonders prägend sind dabei die Familienbetriebe und regional verwurzelten Unternehmen. Sie denken langfristig, bilden Lehrlinge aus, investieren vor Ort und übernehmen Verantwortung für ihre Teams und für die Region. Dadurch bleibt Wertschöpfung im Bezirk. Und genau das macht einen Standort nicht nur wirtschaftlich stark, sondern auch belastbar.

Das zeigt sich auch bei Gründungen und Übernahmen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Bezirk Eferding 62 Unternehmen neu gegründet, dazu kamen 12 Betriebsübernahmen. Insgesamt wurden damit 74 neue Unternehmen registriert. Es wird also nicht nur bewahrt. Es wird neu begonnen, übernommen und weitergeführt.

Gerade Betriebsübergaben sind für eine Region besonders wichtig. Denn sie zeigen, dass Erfahrung nicht einfach endet, sondern weitergegeben wird. Dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, bleiben Arbeitsplätze, Wissen, Kundennähe und regionale Beziehungen erhalten. Zukunft heißt hier nicht Bruch mit dem Bestehenden, sondern Weiterentwicklung mit Hausverstand.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Ausbildung. 128 Lehrbetriebe und 379 Lehrlinge zeigen, dass Lernen in Eferding nicht abstrakt bleibt, sondern täglich passiert: in Werkstätten, Büros, Geschäften, Küchen, Produktionsräumen und Serviceteams. Für junge Menschen kann eine Lehre heute der Start einer starken Laufbahn sein –mit Lehre mit Matura, Meisterprüfung, Weiterbildung, Spezialisierung, Führungsverantwortung oder später sogar der eigenen Gründung.

Ergänzt wird das durch regionale Angebote wie den Eferdinger Karrieretag, den Lehrlingsgipfel, Firmenpatenschaften, die kostenlose Potentialanalyse sowie die WKOÖ-Job Week bzw. WKOÖ-Talent Days.

Auch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Betriebe. Sie sind keine Zukunftsthemen mehr, die irgendwann kommen, sondern längst Teil der Wettbewerbsfähigkeit. Die WKO unterstützt Unternehmen dabei mit Beratungen, Workshops und Förderinformationen. Oder, wie Tobias Luger es knapp formuliert: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Damit wird klar: Zukunft entsteht nicht an einem einzelnen Punkt. Sie entsteht dort, wo Erfahrung, Innovation und Ausbildung zusammenkommen. Dort, wo Betriebe offenbleiben, junge Menschen Chancen bekommen und regionale Stärken weiterentwickelt werden.

Für Eferding ist genau diese Mischung entscheidend. Eine gute Ausbildung vor Ort. Betriebe, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die hier arbeiten, einkaufen, investieren und gründen. Familien, die in der Region leben und Zukunft nicht automatisch woanders suchen müssen.

Zukunft made in Eferding ist deshalb kein großes Versprechen. Es ist etwas, das jeden Tagpassiert: in Betrieben, Schulen, Werkstätten, Büros, Geschäften und auf Wegen, die oft viel näher beginnen, als man denkt.

Zahlen, die Zukunft zeigen  

12 Gemeinden im Bezirk Eferding

33.991 Einwohnerinnen und Einwohner 2025

2.630 WKO-Mitgliedsbetriebe - Stand 30.6.2026

599 gewerbliche Arbeitgeberbetriebe, Stand Ende März 2026

7.357 unselbständig Beschäftigte in der gewerblichen Wirtschaft, Stand Ende März  2026

128 Lehrbetriebe – Stand 31.12.2025

379 Lehrlinge – Stand 31.12.2025

3,3 % Arbeitslosenrate zum 1.9.2026, Platz 3 in OÖ / Vollbeschäftigung

62 Neugründungen und 12 Betriebsübernahmen im 1. Halbjahr 2026

Mitteilung  AMS Eferding – Stand 1.9.2026: 535 arbeitslos vorgemerkte Personen; 279 offene gemeldete Stellen; 50 offene Lehrstellen; 10 Lehrstellensuchende