Veröffentlicht am:

15.07.2026

Der älteste Trend der Welt

Bäckerei Moser

Bäckerei Moser / Stefan Wolfsteiner

Veröffentlicht am:

15.07.2026

Der älteste Trend der Welt

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Hartkirchen – Eferding – New York

Während die Mode-Metropolen und die Hollywood-Elite Sauerteig aktuell als das ultimative Lifestyle-Statement feiern, hütet die Familie Moser in Oberösterreich ein echtes kulinarisches Urgestein. Seit 140 Jahren und über fünf Generationen hinweg ist er das Herzstück des Betriebs.

Eine Geschichte über Handwerk, Zeit, Heimat – und einen Sauerteig, der selbst einen schweren Betriebsunfall überlebt hat.

Von Hollywood in die Eferdinger Schmiedstraße

Die Welt liebt Trends. Doch manchmal sind die besten Trends jene, die nie verschwunden sind.

Ob auf den Frühstückstischen in Manhattan oder in den Social-Media-Feeds internationaler Stars: Sauerteig gilt heute als Symbol für bewussten Genuss, Qualität und Entschleunigung. Fermentation ist modern. Handwerk ist gefragt.

In Hartkirchen, Aschach an der Donau und in der Eferdinger Schmiedstraße betrachtet man diese Entwicklung mit einem gewissen Schmunzeln. Denn hier wird Sauerteig nicht neu entdeckt. Hier wird er seit 140 Jahren gelebt.

Nacht für Nacht. Brot für Brot.

Was heute vielerorts als Innovation gefeiert wird, gehört bei der Bäckerei Moser seit Generationen zum Alltag. Eine Erfolgsgeschichte, die nicht inszeniert wurde, sondern über Jahrzehnte gewachsen ist – getragen von Menschen, die das Bäckerhandwerk von Grund auf gelernt haben und bis heute mit Leidenschaft ausüben.

Bäckerei Moser / Stefan Wolfsteiner

Die Seele des Unternehmens

„Ich würde unseren Sauerteig als das absolute Herzstück, als die Seele unseres Unternehmens bezeichnen – er ist unsere kulinarische DNA“, sagt Christina Moser.

In der Backstube in Hartkirchen beginnt die Arbeit, wenn andere längst schlafen. Zwischen 23 und 24 Uhr starten die ersten Bäcker in ihre Schicht, während die Öfen bereits auf Hochtouren laufen.

Der Natursauerteig ist dabei weit mehr als eine Zutat. Er lebt. Er wird täglich gepflegt, gefüttert und weitergeführt. Seit Generationen.

Wie eng diese Verbindung tatsächlich ist, zeigte ein dramatisches Kapitel der jüngeren Unternehmensgeschichte. Nach einem schweren Betriebsunfall stand der Betrieb über Monate still. Doch eines durfte nicht verloren gehen: der Sauerteig.

Fast ein ganzes Jahr lang kümmerte sich ein Mitarbeiter ausschließlich darum, ihn Tag für Tag am Leben zu erhalten. Wäre dieser Sauerteig verloren gegangen, wäre auch ein wesentlicher Teil des geschmacklichen Fundaments der Bäckerei verloren gewesen.

Dank dieses außergewöhnlichen Einsatzes schmeckt das Brot von Moser bis heute so, wie es die Menschen in der Region seit Jahrzehnten kennen und schätzen.

Handwerk statt Abkürzung

In einer Zeit, in der vieles möglichst schnell gehen soll, wirkt Sauerteig beinahe wie eine stille Gegenbewegung.

Er braucht Zeit. Ruhe. Geduld.

Genau darin liegt seine Stärke. Die lange Reifezeit macht Brot besonders aromatisch, bekömmlich und charaktervoll. Prozesse künstlich zu beschleunigen würde bedeuten, Qualität und Geschmack zu verlieren.

Handwerk statt Abkürzung lautet deshalb die Devise.

Und diese beginnt bereits bei der wichtigsten Zutat: Seit Generationen vertraut die Familie Moser auf das Qualitätsmehl der regionalen Haberfellner Mühle. Eine tief verwurzelte Partnerschaft, die das perfekte Fundament für echte Handwerkskunst bildet.

Auf dieser Basis entstehen zahlreiche Brotspezialitäten. Dabei setzt man bewusst auf traditionelle Vorstufen wie Natursauerteige, Kochstücke, Poolish, Quellstücke oder Weizensauerteige. Jede Sorte erhält genau jene Zeit, die sie benötigt, um ihren vollen Charakter zu entfalten.

Bäckerei Moser / Stefan Wolfsteiner

Tradition bedeutet Weiterentwicklung

Wer glaubt, dass in einem über 140 Jahre alten Familienbetrieb die Zeit stehen geblieben ist, irrt.

„Tradition bedeutet für uns keineswegs, alles so zu machen wie früher“, erklärt Christina Moser. „Tradition bedeutet, das Gute zu bewahren und sich jeden Tag weiterzuentwickeln.“

So greift man bei handgeflochtenen Striezeln oder klassischen Handsemmerln bewusst auf altes Wissen zurück und nutzt gleichzeitig moderne Erkenntnisse, um Qualität und Arbeitsabläufe weiter zu verbessern.

Täglich entstehen auf diese Weise rund 30 verschiedene Gebäcksorten.

Das Wissen, die Werte und die Leidenschaft für das Handwerk werden heute an rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lehrlinge weitergegeben.

Damit auch in Zukunft jener besondere Moment erhalten bleibt, den viele Menschen mit der Bäckerei Moser verbinden:

Wenn der Duft von frischem Brot aus der Backstube in die Straßen zieht.

Vielleicht eine der schönsten Formen von Heimat.

WO QUALITÄT IHREN ANFANG NIMMT.

Seit Generationen vertraut die Familie Moser auf das Qualitätsmehl der regionalen Haberfellner Mühle. Eine Partnerschaft, die auf Qualität, Verlässlichkeit und echter Handwerkskunst basiert.

Die Haberfellner Mühle begleitet die Bäckerei Moser seit vielen Jahren als verlässlicher Partner und liefert die Grundlage für zahlreiche Brotspezialitäten, die täglich frisch in Hartkirchen, Aschach und Eferding entstehen.

→ Mehr über die Haberfellner Mühle erfahren